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Vermarktungsunternehmen Landgard eG offenbar zu schnell gewachsen

Gier ist nicht gut und erst recht nicht geil

Landgard-LogoWer den Hals nicht vollkriegt, verschluckt sich eines Tages. Die ernste Krise der Landgard eG kommt nicht überraschend. Das riesige Vermarktungsunternehmen wuchs so ungestüm, dass die Bilanz ins Stolpern kam. Ein mit den Banken abgestimmter Sanierungsplan soll Landgard wieder zurück in die Gewinnzone bringen.

Seit 1907 kümmern sich die Gärtner im Raum Kevelaer/Straelen professionell um die Vermarktung ihrer Erzeugnisse - erst mit Hilfe eines Blumen- und Gemüsebauvereins, dann mit dem System der Versteigerung (ab 1914). Die Azaleen-Züchter in Kevelaer gingen ab 1950 ihren eigenen Weg und gründeten die "Azalerika".  1974 fusionierten Erzeugerversteigerung Straelen, Azalerika Kevelaer und Erzeugergenossenschaft Wesel zur Union gartenbaulicher Absatzmärkte (UGA). Das waren die "Goldenen Zeiten" der Gärtner. In Konkurrenz zur UGA trat 1981 die GVG in Lüllingen auf, die sich 1992 unters Dach der NBV rettete. 1998 fusionierten UGA und NBV. Und es dauerte nicht lange, bis NBV+UGA, Centralmarkt Rheinland, Nordwest-Blumen (Wiesmoor) und fleurfrisch (Stuttgart) zur Genossenschaft N.U.C. verschmolzen, die sich heute Landgard eG nennt.

Bodenständige Gärtner sind längst nicht mehr die Entscheider des Vermarktungskolosses. Manager, die offenbar im Wachstum und Machtzuwachs das Heil sehen, lenken das Unternehmen, das einmal ein "Selbsthilfeverein" der Erzeuger war.

Dabei weiß jeder Gärtner:

Es gibt ein Ende der Bohnenstange. In den Himmel wächst nichts.

Landgard eG Vom kleinen Verein zum Marktführer

Samstag, 27. Oktober 2012

© Martin Willing 2012, 2013