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An Allerheiligen haben alle Getauften in der katholischen Kirche Namenstag

Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag!

Nicht eines bestimmten Heiligen, sondern aller Heiligen wird am heutigen Festtag gedacht. Ein Totengedenktag wie Totensonntag (evangelischer Feiertag) oder Volkstrauertag (weltlicher Festtag) ist Allerheiligen nicht, auch wenn viele Katholiken am 1. November und besonders an Allerseelen (2. November) die Gräber ihrer Verwandten und Freunde besuchen.

Für Kevelaer bedeutet Allerheiligen seit altersher den Abschluss der Wallfahrtszeit. Während ihr Beginn im vorigen Jahrhundert zweimal vorverlegt wurde (vom 29. Juni - Peter und Paul - auf den 1. Juni und dann auf den 1. Mai), wird die Pilgerpforte stets am 1. November, am Hochfest Allerheiligen, geschlossen. Dann wird zum vierten und letzten Mal in der Wallfahrtszeit der besondere, päpstliche Segen erteilt. An diesem Tag tragen die Brudermeister der Consolatrix afflictorum den Reliquienschrein der Heiligen Ludger und Willibrord von der Pax-Christi-Kapelle zurück in die Beichtkapelle.

An Allerheiligen zeigen - wie auch an Fronleichnam - die beiden katholischen Gemeinden Kevelaers ihre Gemeinschaft. Die Gläubigen ziehen zum Friedhof und beten dort für die Lebenden und Verstorbenen.

Wir kennen seinen Namen nicht, nur sein Alter: 14 Jahre war der Junge alt, der an Allerheiligen des Jahres 1950 bei Hus Winkel in Winnekendonk von einer Panzermine getötet wurde. Sein 13-jähriger Spielgefährte kam bei der Detonation mit Verletzungen davon. Die Panzermine aus dem zweiten Weltkrieg war bisher nicht entdeckt worden. Später fand man hier weitere Bomben, die von einem Sprengkommando unschädlich gemacht wurden.

An den Jungen, eines der letzten Kriegsopfer im Stadtgebiet Kevelaer, wollen wir heute ebenfalls denken. 

Donnerstag, 1. November 2012

© Martin Willing 2012, 2013