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Nach der Bewältigung der CDU-Führungskrise in Kevelaer

Mit Zuversicht nach vorn schauen

Das Gute kennt keine Sieger und Verlierer. Denn bei der Wende zum Guten gewinnen alle. Die Mitglieder des CDU-Stadtverbands haben am Dienstag Abend eine solche Wende geschafft und die Führungskrise ihrer Partei beendet. Damit sind zwar nicht wie von selbst auch die Risse in den menschlichen Beziehungen geschlossen, aber alle haben nun den gleichen Auftrag, aus dem Neuanfang das Beste zu machen.

Sich gegenseitig wieder anzunehmen, ist wohl das Schwerste, was zerstrittenen Menschen abverlangt werden kann. Wir dürfen hier den kompetentesten Ratgeber, den es in dieser Frage gibt, um seine Meinung bitten. Und die gab er uns, ausgerechnet gestern, als die CDU-Mitglieder zu ihrem "Krisen-Parteitag" nach Scholten eilten: Im Tages-Evangelium der katholischen Kirche vom Dienstag  (Mt 18,21-35) hat uns Jesus die Leviten gelesen, dass die Ohren wackeln. Es gibt, hören wir von ihm, keine Alternative zu dem Schritt, einem Menschen, der uns eine Gemeinheit angetan hat, zu verzeihen. Aus dem Vater unser kennt jeder, was zu tun ist: "Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern." Verzeihen ist also keine Einbahnstraße.

Die CDU definiert sich ausdrücklich als eine Partei, die auf christlichen Grundsätzen aufgebaut ist. Nicht in Sonntagsreden, sondern in der Krise zeigt sich, wie ernst sie es damit meint.

Der Prozess war zwar quälend und dauerte viel zu lang, aber am Ende hat die CDU die Kraft zu einer Klärung gehabt. Das zählt.

Wenn schließlich verstanden worden ist, dass wir menschlicher, christlicher miteinander umgehen müssen, dann war nicht alles umsonst.

Wir dürfen mit Zuversicht nach vorn schauen.

Mittwoch, 6. März 2013

© Martin Willing 2012, 2013